Fallstudien aus unseren Projekten

Wie wir arbeiten, zeigen unsere Projekte am besten. Hier finden Sie ausgewählte Fallstudien aus Maschinenbau, CAD und BIM, Labor- und Messtechnik sowie Forschung – jeweils mit Ausgangslage, Vorgehen, Lösung und Ergebnis. Sie zeigen, wie wir Anforderungen klären, Risiken früh sichtbar machen und Software liefern, die im Alltag unserer Kunden besteht. Die Namen unserer Kunden nennen wir nur, wenn sie öffentlich sind.

Industrielle Produktionsmaschine mit Software-Steuerung

Steuerungssoftware für eine Produktionsmaschine

Branche: Maschinenbau · Kunde: international führender Maschinenhersteller · Laufzeit: rund ein Jahr · Team: sechs erfahrene Entwickler

Ausgangslage: Eine komplexe Produktionsmaschine führt Produkte über eine Transporteinheit durch mehrere Module. Diese bearbeiten, kennzeichnen und prüfen die Produkte hochpräzise. Beteiligt sind Laser, Scanner, Kameras, Labeldrucker und Chip-Programmiereinheiten – jedes Gerät mit eigener Schnittstelle und eigenem Zeitverhalten.

Herausforderung: Je nach Produkttyp und Produktionsgeschwindigkeit muss jedes Modul andere Funktionen, Prüfungen und Abläufe ausführen – zuverlässig und in Echtzeit, ohne den Takt der Maschine zu bremsen.

Lösung: Wir haben eine modulare Echtzeit-Software entwickelt, die auf einem speziellen Echtzeitbetriebssystem läuft:

  • Jedes Gerät erhält ein eigenes Softwaremodul, das sich an Produkttyp und Geschwindigkeit anpasst.
  • Die Kommunikation läuft über SPS (Beckhoff TwinCAT), TCP/IP und OPC UA.
  • Ein zentrales Steuerungsmodul koordiniert alle Abläufe und sorgt für das reibungslose Zusammenspiel der Komponenten.
  • Eine angebundene Datenbank verwaltet Konfiguration und Produktionsdaten.
  • Eine übersichtliche Oberfläche am zentralen Terminal zeigt den Status jedes Produkts, mögliche Fehler und alle Einstellungen.

Vorgehen: Wir haben den gesamten Entwicklungsprozess übernommen – von Anforderungsmanagement und Softwarearchitektur über Umsetzung und Inbetriebnahme bis zu Tests und Qualitätssicherung. Gearbeitet wurde agil mit Scrum, die Abstimmung lief über Jira und Confluence.

Ergebnis: Ein stabiler, durchgängig überwachter Produktionsablauf. Der Bediener hat jederzeit den Überblick, und die modulare Architektur mit einem eigenen Softwaremodul je Gerät hält das System übersichtlich und erweiterbar.

Technik: C#, C++, WPF, SPS (Beckhoff TwinCAT), OPC UA, TCP/IP, Datenbank, Azure DevOps, Jira, Confluence, Scrum

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AutoCAD-Aufsatz für Hoch- und Tiefbau

Modernisierung eines AutoCAD-Aufsatzes für den Tiefbau

Branche: CAD / Tiefbau · Kunde: großes Softwareunternehmen (CAD-Anbieter)

Ausgangslage: Ein über zwölf Jahre gewachsener Aufsatz für AutoCAD und AutoCAD Civil mit mehreren hunderttausend Zeilen Programmcode in C++, COM, MFC und ObjectARX. Jede neue AutoCAD-Version brachte hohe Migrationsaufwände mit sich.

Herausforderung: Eine Portierung dieser Größenordnung ist eine Investition. Der Kunde brauchte eine belastbare Entscheidungsgrundlage, bevor er sie freigibt.

Vorgehen:

  1. Machbarkeitsstudie: Wir haben Architektur und Code analysiert und den Weg in die AutoCAD .NET API geplant.
  2. Wirtschaftlichkeitsrechnung: Sie zeigte, wie sich der Aufwand mit C++ über die Jahre entwickelt und ab wann sich die Portierung in eine moderne Sprache bezahlt macht.
  3. Portierung: Benutzeroberfläche mit Haupt- und Kontextmenü, Menüband, Eigenschaftsfenster, Befehlen und Dialogen ebenso wie der CAD-Kern mit Entities, Reaktoren und Xdata – nach C# und in die AutoCAD .NET API, zusätzlich lauffähig in BricsCAD.
  4. Schulung: In einer dreitägigen Schulung haben wir das Entwicklerteam des Kunden auf die AutoCAD .NET API mit C# vorbereitet. Zuvor hatten wir das Team bereits in ObjectARX und C++ geschult.

Ergebnis: Schon während der Portierung wurde der Programmcode deutlich kürzer und einfacher. Das Entwicklerteam des Kunden ist für die Weiterentwicklung in C# und der AutoCAD .NET API vorbereitet, und der Aufsatz läuft zusätzlich in BricsCAD.

Technik: AutoCAD, AutoCAD Civil, BricsCAD, ObjectARX, AutoCAD .NET API, C#, C++, MFC, COM, UML

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Revit-Add-in für die Laborplanung

Revit-Add-in für den Export von Labor-Projektdaten

Branche: Labortechnik / BIM · Kunde: weltweit führender Anbieter der Labortechnik

Ausgangslage: Labore werden als Revit-Projekte geplant. Vertrieb und Planung brauchen daraus gezielt bestimmte Daten – etwa Familien und Kategorien spezieller Laborgeräte –, oft aus vielen Projekten auf einmal.

Herausforderung: Die Daten mussten in verschiedenen Formaten und Strukturen bereitstehen, je nachdem, welches System oder welcher Kunde sie weiterverarbeitet.

Lösung: Ein maßgeschneidertes Revit-Add-in analysiert Aufbau und Struktur der Labore und exportiert gezielt die gewünschten Typen:

  • Flexible Formate: Ausgabe als XML, JSON, PDF und weitere Formate.
  • Anpassbare Datenstruktur: Aufbau der XML- und JSON-Dateien lässt sich an die Anforderungen des Kunden anpassen.
  • Automatisierung: Verarbeitet einzelne geöffnete RVT-Dateien ebenso wie ganze Verzeichnisse mit Unterordnern – für Einzelprojekte und große Datenbestände.
  • Vertrieb: Zusammen mit einem Simulator lassen sich Kundenanforderungen an die Laborplanung definieren, darstellen und präsentieren.

Ergebnis: Die Abstimmung zwischen Vertrieb, Planung und Kunden ist deutlich einfacher geworden, der gesamte Verkaufs- und Planungsprozess effizienter.

Technik: Revit API, C#, WPF

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Messgerätesoftware nach der Modernisierung

Modernisierung einer Messgerätesoftware: von Delphi nach C#

Branche: Messtechnik · Kunde: Messgerätehersteller · Team: zehn Personen

Ausgangslage: Eine seit Jahrzehnten eingesetzte, selbst entwickelte Delphi-Software sollte modernisiert und von Delphi in eine moderne Technologie portiert werden.

Herausforderung: Vor der Entwicklung stand die Frage, welche Technologien die richtigen sind und wie das eigene Team des Kunden den Umstieg mitgehen kann.

Vorgehen:

  1. Beratung und Planung: Ziele und Möglichkeiten neuer Technologien haben wir gegenübergestellt.
  2. Prototypen: Sie zeigten, wie mögliche Lösungen aussehen, damit der Kunde gemeinsam mit uns entscheiden konnte.
  3. Schulung vor Ort: Das gesamte Team des Kunden wurde in die neuen Technologien eingeführt.
  4. Agile Portierung: Die Software wird mit einem Projektteam aus zehn Personen nach C# und WPF portiert.

Ergebnis: Die neue Software ist beim Kunden bereits intern im Einsatz und überzeugt Messtechniker wie Vertrieb. Nach Abschluss der Arbeiten steht sie allen Endkunden zur Verfügung.

Technik: C#, WPF, Delphi, MariaDB, Entity Framework, Scrum, Jira, Git

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Auslesegerät zur digitalen PCR im Labor

Software für ein Auslesegerät zur digitalen PCR

Branche: Labor- und Medizintechnik · Rahmen: BMBF-Verbundprojekt FREEDOM (FKZ 13N15287), fünf Verbundpartner, Laufzeit drei Jahre ab Februar 2021

Ausgangslage: Ein neuartiges Gerät soll Proben schneller, einfacher und mit höherer Komplexität auf bestimmte DNA-Sequenzen untersuchen – etwa Blutproben auf Krebs-DNA oder Lebensmittel wie Mais auf gentechnisch veränderte Bestandteile.

Herausforderung: Gerätesteuerung, Bilderfassung und wissenschaftliche Auswertung mussten in einer Anwendung zusammenkommen – abgestimmt zwischen einer Forschungsstiftung, einer Universität und drei Industrieunternehmen.

Unser Teil: Cadida verantwortete im Teilvorhaben „Konzeption und Implementierung der Softwarearchitektur“:

  • Softwarearchitektur, Datenmodelle und Schnittstellen
  • Benutzeroberfläche sowie Kamera- und LED-Ansteuerung
  • Bilderfassung, Bildanalyse, Datenanalyse und Ergebnisdarstellung
  • User Stories mit automatisierten Tests, die die Anforderungen im Detail absichern

Ergebnis: Eine Software, die Gerätesteuerung, Bildverarbeitung und Auswertung in einer Anwendung verbindet – entwickelt im Verbund und durch automatisierte Tests nachvollziehbar abgesichert.

Technik: C#, WPF, Entity Framework, OpenCV, Scrum, Jira, Git

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HIRAC: Rollstuhl mit Roboterarm und Eyetracking

HIRAC: KI-Assistenzsystem für Rollstühle

Branche: Forschung / Robotik · Rahmen: gefördert im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM), gemeinsam mit der Hochschule Offenburg

Ausgangslage: Ganzkörpergelähmte Menschen und Patienten mit Locked-in-Syndrom können selbst einfache Handlungen wie das Greifen eines Glases Wasser nicht allein ausführen. Sprachgesteuerte Geräte helfen wegen der eingeschränkten Sprachfähigkeit kaum.

Herausforderung: Das System soll mit handelsüblichen Rollstühlen, Roboterarmen, Greifern und Eyetracking-Brillen verschiedener Hersteller zusammenarbeiten und diese steuern können.

Lösung: HIRAC (Hardware Independent Robotic Assistance Controller) ist eine hardwareunabhängige Middleware für Robotergreifaufgaben:

  • Eine KI führt Eyetracking-Steuerung, Bildverarbeitung, Sensorfeedback und Objektmanipulation zusammen.
  • Das Gesamtsystem verbindet KI, Eyetracking-Steuerung des Rollstuhls, Greifarm am Rollstuhl und Sprachausgabe.

Cadida verantwortet Projektleitung und Softwareentwicklung, gemeinsam mit der Hochschule Offenburg.

Ziel: Betroffene sollen alltägliche Aufgaben selbstständig bewältigen, das Pflegepersonal wird entlastet.

Technik: Python, ROS2, Deep Learning, Reinforcement Learning, Linux, Webinterface

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Was unsere Projekte gemeinsam haben

  • Klarheit vor dem ersten Code: Machbarkeitsstudien, Prototypen und Wirtschaftlichkeitsrechnungen machen Risiken früh sichtbar.
  • Agil und transparent: Wir entwickeln in kurzen Schritten mit Scrum – Sie sehen regelmäßig den Stand und steuern mit.
  • Qualität von Anfang an: Automatisierte Tests und Qualitätssicherung begleiten jedes Projekt.
  • Wissen bleibt bei Ihnen: Auf Wunsch schulen wir Ihr Team, damit es die Software selbst weiterentwickeln kann.

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